Koprostase Erfahrung / Verlauf

Kopostrase: Wenn der Stuhlgang zum Martyrium wird

Starke Verstopfung bedeutet KopostraseVor allem ältere Menschen fürchten sich vor dieser Art der Verstopfung. Die Kopostrase ist nicht wirklich eine Erkrankung, sondern ein Symptom. Mit dem medizinischen Fachbegriff Kopostrase wird eine Kotanstauung im Dickdarm bezeichnet. Der Stuhlgang funktioniert aus den verschiedensten Gründen nicht ausreichend. Die Betroffenen können über einen längeren Zeitraum trotz schmerzhaftem Druckgefühl ihren Darm nicht mehr entleeren. Das Ergebnis ist eine ernstzunehmende Störung der Verdauung in ihrer Endphase.

Im Dickdarm bilden sich harte Kotballen (Skyballa), die teilweise sogar durch die Bauchdecke spürbar sind. Haben sich diese Kotbälle im Darm verfestigt, können sie nur noch schwer ohne Hilfsmittel auf natürlichem Weg ausgeschieden werden. Schlimmstenfalls bilden sich Kotsteine, die eine Entleerung ganz verhindern. Der Stau der Ausscheidungsprodukte im Darm verursacht Vergiftungserscheinungen (Autointoxikation), weil Zersetzungsstoffe durch die Darmwand ins Blut gelangen. Symptome sind, neben den Schmerzen im Bauchraum, Abgeschlagenheit und eine massive Beeinträchtigen des Allgemeinbefindens, denn das Immunsystem leistet Schwerstarbeit. Gründe für Kopostrase sind oft eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr, was vor allem ältere Menschen betrifft, weil das Durstgefühl mit zunehmendem Alter nachlässt.

Behandelt wird die schmerzhafte Stuhlverhärtung mit oraler oder rektaler Flüssigkeits- und Medikamentengabe. Rektal bedeutet, dass eine wässrige oder ölige Darmspülung mittels Klistier vorgenommen wird, um die Darmwände geschmeidig zu machen und die verhärtete Masse aufzulösen. In hartnäckigen Fällen muss der Darminhalt manuell ausgeräumt werden, was zu einem rapiden Stress im Körper führt. Auch eine Erschlaffung der Rektalmuskulatur kann zur Kopostrase führen, was in der Regel mit gleichzeitiger Stuhlinkontinenz einhergeht: Ausscheidungssekrete laufen an der Kotsäule einfach vorbei. Betroffen sind meist bettlägerige Personen sowie übergewichtige Menschen mit erheblichem Bewegungsmangel.

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